Olympus M.Zuiko Digital ED 12-40mm F2.8 PRO Objektiv (Universalzoom, geeignet für alle MFT-Kameras, Olympus OM-D und PEN Modelle, Panasonic G-Serie)
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Olympus M.Zuiko Digital ED 12-40 mm f/2.8

Das neue Olympus 12-40mm ƒ/2.8 Zuiko PRO wurde zusammen mit der Olympus OM-D E-M1 vorgestellt und ist Teil der neuen „Zuiko PRO“-Reihe von professionellen Micro Four Thirds-Objektiven. Der Brennweitenbereich von 12-40 mm entspricht einem Bildausschnitt von 24-80 mm im Kleinbildformat, und mit der konstanten ƒ/2,8-Blende ist dieses neue Olympus-Objektiv ein sehr vielseitiges Objektiv, das auch bei schwachem Licht gut funktioniert. Es ist außerdem ein robustes Objektiv mit spritzwasser-, staub- und frostsicherer Konstruktion, was es zu einer großartigen Ergänzung für die ebenso robuste E-M1 macht.

Olympus versucht, mit der neuen E-M1 und einer Reihe professioneller Objektive einen Teil des professionellen Marktes zu erobern. Typische 24-70mm ƒ/2.8-Objektive sind zum Beispiel bei Fotojournalisten sehr beliebt, aber sie sind in der Regel ziemlich groß und schwer. Die kompakte Größe des neuen Olympus 12-40mm-Objektivs dürfte für diese Nutzerinnen und Nutzer ein großer Anreiz sein, ebenso wie für andere, die ständig unterwegs sind, in rauen Umgebungen fotografieren oder einfach ein robustes, schnelles Zoomobjektiv in einem kleinen Gehäuse benötigen.

Das Olympus 12-40mm ƒ/2.8 Zuiko PRO Objektiv wird mit einem vorderen und hinteren Objektivdeckel, einer Gegenlichtblende und einer Tasche geliefert. Es ist noch nicht auf dem Markt, kann aber für 999 US-Dollar vorbestellt werden.

Schärfe

Insgesamt ist das neue Olympus 12-40mm ƒ/2.8 Zuiko PRO ein sehr scharfes Objektiv, sogar bei offener Blende und über den gesamten Zoombereich. Bei jeder Brennweite, die wir getestet haben, gibt es bei ƒ/2,8 auch nur sehr wenig Weichzeichnung in den Ecken. Bei 40 mm und ƒ/2,8 haben wir nur eine geringfügig weichere Schärfe in den Ecken festgestellt, aber das war sehr gering.

Wenn du auf ƒ/4 bis ƒ/5,6 abblendest, hast du den „Sweet Spot“ der Blenden für kritische Schärfe bei allen Brennweiten. Von Ecke zu Ecke zeigt das Objektiv in diesem Blendenbereich fantastisch scharfe Bilder. Bei den kleineren Blendenöffnungen wie ƒ/16-ƒ/22 kam zwar eine gewisse Beugungsunschärfe ins Spiel, aber insgesamt war sie nicht sehr ausgeprägt.

Chromatische Aberration

Wir stellten fest, dass der Grad der chromatischen Aberration je nach Brennweite etwas variierte, obwohl er im Allgemeinen sehr gut kontrolliert wird. Bei 12 mm bleibt die durchschnittliche chromatische Aberration über den gesamten Blendenbereich praktisch konstant bei weniger als 300stel Prozent der Bildhöhe. Bei den längeren Brennweiten hingegen haben wir zwischen 30 und 40 mm einen sehr niedrigen CA festgestellt, der im Durchschnitt niedriger war als bei den längeren Brennweiten. Interessanterweise scheint die Vignettierung bei 35 mm zuzunehmen, wenn du abblendest, aber bei 40 mm ist das Gegenteil der Fall.

Abschattung (“Vignettierung“) der
Die Vignettierung des Olympus 12-40mm Objektivs ist über den gesamten Blendenbereich und bei allen Brennweiten sehr gut kontrolliert. Es gibt eine gewisse Vignettierung bei Blendenöffnungen größer als ƒ/5,6, aber der Lichtabfall erreicht nie auch nur eine halbe Blende. Bei den meisten Brennweiten liegt der Lichtabfall zwischen ƒ/2,8 und ƒ/5,6 bei weniger als einer viertel Blende (bei 12 mm ist es zwischen ƒ/2,8 und ƒ/4 etwas mehr).

Verzeichnung

Das 12-40-mm-Objektiv von Olympus ist sehr gut in der Lage, die Verzeichnung zu kontrollieren. Tatsächlich ist die Verzeichnung bei diesem Objektiv praktisch nicht vorhanden. Die Ecken bei 12 mm weisen nur etwa 0,25 % tonnenförmige Verzeichnung auf und bei 14 mm sogar noch weniger. Bei 18 mm gibt es in den Ecken einen leichten Einbruch bis hin zu einer kleinen Kissenverzeichnung, aber die ist extrem gering und kaum wahrnehmbar. Bei 25 mm und mehr ist die durchschnittliche Verzeichnung in den Ecken fast null.

Autofokus-Betrieb

Das Olympus 12-40mm ƒ/2.8 Zuiko PRO ist sehr schnell beim Autofokussieren. Das elektrische AF-System braucht weniger als eine Sekunde, um von der minimalen bis zur unendlichen Schärfe zu fahren. Das neue 12-40mm Objektiv ist mit dem MSC („Movie & Still Compatible“) Fokussierungsmechanismus von Olympus ausgestattet, der sowohl bei Fotos als auch bei Videos für einen kontinuierlichen Autofokus sorgt und sehr leise ist, damit bei Videoaufnahmen keine Fokussierungsgeräusche entstehen. Das MSC-System verzichtet auf ein Getriebesystem für die Bewegung der Linsenelemente beim Fokussieren, das unerwünschte Geräusche verursachen kann. Stattdessen wird ein Linearmotorantriebssystem für eine schnelle Betätigung verwendet. In Verbindung mit einer Objektivkonstruktion, bei der nur zwei verkittete Linsen bewegt werden, um den Fokus einzustellen, stellt das Olympus 12-40mm ƒ/2.8 Zuiko PRO schnell, reibungslos und leise scharf.

Das vordere Element wird beim Fokussieren (und Zoomen) weder ausgefahren noch gedreht, so dass sich Zubehör wie zirkulare Polarisatoren problemlos mit diesem Objektiv verwenden lassen.

Das Objektiv kann auch manuell fokussiert werden, und zwar sowohl vollständig manuell als auch bei aktiviertem Autofokus mit manueller Schärfeüberbrückung. Wenn du Olympus-Kameras verwendest, kannst du die Kamera auf „S-AF+MF“ einstellen. Nachdem du den Auslöser halb heruntergedrückt und den Autofokus aktiviert hast, kannst du den Fokusring drehen und den Fokus manuell einstellen. Das funktioniert auch mit Panasonic-Kameras, wenn „AF+MF“ aktiviert ist. Wenn du den Fokusring zurückziehst, wird die manuelle Fokussierung aktiviert (und die Fokusmarkierungen werden angezeigt).

Makro

Mit einem maximalen Vergrößerungsverhältnis von 0,3x / 1:3,3 (0,6x / 1:1,7 im Kleinbildformat) und einer minimalen Naheinstellgrenze von etwa 20 cm ist dieses Objektiv nicht speziell für den Makrobereich konzipiert. Dennoch bietet das Olympus 12-40mm ƒ/2.8 Zuiko PRO eine respektable Leistung in der Makrokategorie.

Bauqualität und Handhabung
Das Olympus 12-40mm ƒ/2.8 Zuiko PRO ist ein Objektiv, das für den professionellen Einsatz entwickelt wurde und dementsprechend aus einer spritzwassergeschützten, staubdichten und frostsicheren Ganzmetallkonstruktion besteht. Die Frontlinse ist wetterfest und der Objektivanschluss ist mit einer Gummidichtung versehen, die das Objektiv fest mit der Kamera abschließt. Wenn du das Objektiv an der Kamera anbringst, sitzt es sehr sicher in der Fassung, und die wetterfeste Dichtung sorgt für einen festen, beruhigenden Sitz.

Was Größe und Gewicht angeht, ist das neue Olympus 12-40mm Objektiv im Vergleich zu einem durchschnittlichen Micro Four Thirds Objektiv ziemlich groß und schwer. Tatsächlich würde es auch gut auf eine kleinere bis mittelgroße DSLR passen. Das Objektiv wiegt etwa 380 g (0,84 lbs) und misst etwa 84 mm (3,3 Zoll) lang mit einem Durchmesser von 2,78 Zoll (70 mm). Für aufschraubbare Filter hat das Olympus 12-40mm ein 62mm Gewinde. Die blütenblattförmige Streulichtblende wird mit einem Bajonettverschluss an der Vorderseite des Objektivs befestigt und verlängert das Objektiv nur um etwa einen Zentimeter (und ist kaum breiter). Die Streulichtblende bewegt sich mit dem Objektiv, wenn es beim Zoomen ausgefahren wird. Sie rastet außerdem sicher an den vorderen Flanschen ein und muss mit zwei Druckknöpfen verriegelt werden, um die Streulichtblende abzunehmen – eine tolle Sache!

Trotz ihrer Größe und ihres Gewichts liegt sie gut in der Hand und lässt sich sowohl mit der größeren Olympus E-M1 als auch mit kleineren MFT-Kameras wie unserer Testkamera Panasonic GX1 gut ausbalancieren. Durch die größere Größe liegt es besser in der Hand und hilft, kleinere Kameras stabiler zu halten.

Es gibt zwei Ringe an diesem Objektiv: den Zoomring und den Fokusring. Der Zoomring befindet sich näher am Kameragehäuse, ist etwa einen Zentimeter lang und hat eine Metallrippe, die das Greifen erleichtert. Er lässt sich leichtgängig drehen, hat aber einen angenehmen Widerstand, der steif genug ist, um nicht zu wackeln, aber man braucht definitiv zwei Finger, um ihn zu drehen. Dieses Objektiv ist zwar ein Innenfokus-Objektiv, aber kein Innenzoom-Objektiv, das beim Zoomen ausfährt. Es verlängert sich von 12 mm bis etwa 18 mm nur geringfügig, ab 18 mm verlängert es sich dann deutlich, etwa einen Zentimeter mehr.

Weiter außen befindet sich der kleinere, metallgerippte Fokusring, der etwa einen halben Zoll breit ist. Er lässt sich leichter und sanfter drehen als der Zoomring. Wenn du manuell fokussieren möchtest, ziehst du den Ring zu dir, um die manuelle Fokussierung zu aktivieren und die Entfernungsskala anzuzeigen. Der Fokusring lässt sich bei der Autofokussierung unbegrenzt drehen, bei der manuellen Fokussierung jedoch nur um etwa 90 Grad, wobei an beiden Enden ein Anschlag vorhanden ist.

Die optische Konstruktion des neuen Olympus 12-40mm ƒ/2.8 Zuiko PRO besteht aus 14 Elementen in 9 Gruppen, darunter zwei EF-Linsen, 1 EDA-Linse, 2 HR-Linsen, 1 HD-Linse, 1 DSA-Linse und 2 asphärische Linsen. Es hat eine kreisförmige Blende mit 7 Lamellen, die bis zu ƒ/22 abblendet.

Ein interessantes Merkmal dieses Objektivs ist die programmierbare L-Fn-Taste in der Nähe des Objektivanschlusses auf der oberen linken Seite. Die L-Fn-Taste steht vermutlich für „Lens Function“ (Objektivfunktion) und kann mit kompatiblen Olympus-Kameras so konfiguriert werden, dass verschiedene Optionen eingestellt werden können – auch solche, die nicht mit dem Objektiv selbst zusammenhängen. Du kannst sie so programmieren, dass sie Einstellungen wie Weißabgleich oder RAW umschaltet, aber sie kann auch als AF-Stopp-Taste verwendet werden. Die Platzierung ist praktisch, denn sie befindet sich direkt neben oder unter deinem Daumen, wenn du die Kamera richtig hältst und das Objektiv in der Hand hältst. (Hinweis: Obwohl die L-Fn-Taste Teil des Micro Four Thirds-Systems ist, funktioniert sie nicht mit Panasonic-Kameras, obwohl du das Objektiv an diesen Kameras montieren kannst).

Alternativen

Das Olympus 12-40mm ƒ/2.8 Zuiko PRO stellt eine neue Kategorie von Micro Four Thirds-Objektiven dar, und daher gibt es nicht viele direkte Konkurrenten, die als Alternativen angesehen werden können. Dennoch gibt es einige Optionen.

Panasonic 12-35mm ƒ/2.8 ASPH POWER OIS LUMIX G X VARIO ~$1300
Die vielleicht beste Alternative zum Olympus ist das 12-35mm ƒ/2.8 Objektiv von Panasonic. Mit ihm erhältst du einen ähnlichen, wenn auch etwas kürzeren Brennweitenbereich und eine konstante ƒ/2,8-Blende. Außerdem verfügt es über eine eingebaute optische Bildstabilisierung, was für Olympus-Nutzer/innen vielleicht nicht so wichtig ist, da die meisten Kameras des Unternehmens über Sensor-Shift IS verfügen. Es ist auch ein sehr scharfes Objektiv bei allen Brennweiten und kontrolliert den CA gut, aber es zeigt mehr Verzeichnung und mehr Vignettierung als das Olympus – und es ist teurer.

Olympus 12-50mm ƒ/3.5-6.3 EZ M.Zuiko Digital ED ~$500
Es ist kein professionelles Objektiv mit Metallkonstruktion, aber es ist wetterfest und wirklich scharf. Und während du am langen Ende 10 mm mehr bekommst, opferst du eine schnelle ƒ/2.8-Blende für eine variable ƒ/3.5-6.3-Blende. Dieses Objektiv hat auch deutlich schlechtere Werte bei der chromatischen Aberration sowie bei der Verzeichnung und Vignettierung am breiteren Ende, aber mit rund 500 $ ist es nur halb so teuer wie das 12-40mm und es hat einen eigenen Makromodus.

Olympus 14-42mm ƒ/3.5-5.6 II M.Zuiko Digital ~$300
Wie das vorherige Beispiel bietet auch dieses Objektiv ähnliche Brennweiten, allerdings auf Kosten einer schnellen, konstanten Blende. Das 14-42-mm-Objektiv macht scharfe Fotos, ist aber im Vergleich zum neuen 12-40-mm-Objektiv von Olympus viel schlechter bei CA und Vignettierung. Die Verzerrung ist am breiteren Ende ebenfalls schlechter, aber ab 18 mm ist es fantastisch. Außerdem ist es mit nur 300 $ extrem günstig.

Fazit zur Olympus M.Zuiko Digital ED 12-40

Das neue Olympus 12-40mm ƒ/2.8 Zuiko PRO ist ein Kraftpaket von einem Objektiv mit hervorragender optischer Leistung: scharfe Bilder, tolle CA-Kontrolle, kaum Verzeichnung und geringe Vignettierung. Die robuste Metallkonstruktion, die staub-, spritzwasser- und frostsicher ist, macht dieses Objektiv zu einer echten Option für Profifotografen, die schon immer auf ein kleineres, tragbareres Kamerasystem umsteigen wollten, aber von der Objektivauswahl und der Leistung nicht überzeugt waren. Mit dem Olympus 12-40mm Objektiv hat Olympus das Spiel für Micro Four Thirds Objektive verbessert. Olympus hat in der Vergangenheit immer wieder großartige Objektive hergestellt, vor allem für das ältere, größere Four Thirds-System. Mit der neuen Zuiko PRO-Linie versucht Olympus, professionelle Fotografen wieder für sich zu gewinnen, da viele von ihnen mit den robusten, vielseitigen und schnellen ƒ/2,8-Objektiven von den größeren Kameraherstellern zu DSLRs gewechselt sind. Jetzt hat Olympus gezeigt, dass es ein Objektiv herstellen kann, das sowohl die optische Qualität als auch die Verarbeitungsqualität bietet, die diese Nutzer/innen verlangen, und professionelle Fotografen/innen wie Fotojournalisten/innen und Abenteuerfotografen/innen sollten das zur Kenntnis nehmen.

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