Tamron 14-150 mm F/3.5-5.8 Di III Objektiv für Micro Four Thirds
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Tamron 14-150 mm f/3.5-5.8 Di III

Dieses 10,7fach-Zoomobjektiv für Micro Four Thirds-Systemkameras ist kompakt, leicht und in schwarzer oder silberner Ausführung erhältlich. Der von diesem Objektiv abgedeckte Bildwinkel entspricht in etwa dem eines 28-300-mm-Objektivs, das an einer 35-mm-Kamera verwendet wird, und das Objektiv kostet etwa 390 €. In diesem MFT Objektiv Test sehen wir uns an, wie es sich verhält.

Handhabung und Eigenschaften des Tamron 14-150mm

Bei diesem MFT Objektiv hat Tamron die Vorteile eines spiegellosen Kamerasystems wie Micro Four Thirds voll ausgeschöpft, was zu einer sehr kompakten Optik mit einem Gewicht von nur 285 g geführt hat. Das geringe Gewicht und die kompakte Größe machen dieses Objektiv zu einem idealen Reiseobjektiv oder einfach zu einem Allzweckobjektiv für alltägliche Aufnahmen. Es passt gut zum Panasonic Lumix GX7-Gehäuse, das für den Test verwendet wurde, und ist auch ein guter Begleiter für kleinere, kompaktere Micro Four Thirds-Gehäuse. Das Objektiv ist aus hochwertigem Kunststoff gefertigt und verfügt über einen Bajonettverschluss aus Metall. Die silberne Version, die für den Test verwendet wurde, hat eine metallische Oberfläche, die sich robust anfühlt und den hochwertigen Eindruck des Objektivs noch verstärkt.

Die Autofokusgeschwindigkeit ist ziemlich schnell, besonders für ein Superzoom-Objektiv, selbst bei relativ schlechten Lichtverhältnissen. Die manuelle Fokussierung ist leichtgängig und gut gedämpft, so dass sich Feineinstellungen recht einfach vornehmen lassen. Die Zoomfunktion ist ebenso leichtgängig und lässt sich an keiner Stelle des Bereichs einrasten oder verkrampfen. Der Zoom-Mechanismus bewegt sich nicht nach vorne, wenn das Objektiv nach unten gerichtet ist. Dennoch ist ein Schalter vorhanden, mit dem das Objektiv bei 14 mm arretiert werden kann, um ein versehentliches Ausfahren des Objektivs zu verhindern, wenn es aus einer Tasche oder einem Koffer genommen wird.

Die Naheinstellgrenze liegt bei 50 cm, was für ein Objektiv in diesem Bereich typisch ist, und die Fokussierung erfolgt intern. Das 52-mm-Filtergewinde ist nicht drehbar, was dieses Objektiv ideal für die Verwendung mit Verlaufsfiltern und Polarisatoren macht. Das Objektiv wird mit einer blütenförmigen Streulichtblende geliefert, die mit einem Bajonettverschluss an der Vorderseite befestigt wird.

Leistung des Tamron 14-150mm

Bei 14 mm und maximaler Blende ist die Schärfe in der Bildmitte bereits hervorragend, und die Klarheit zu den Bildrändern hin ist sehr gut. Eine Abblendung verbessert die Leistung über den gesamten Bildausschnitt, wobei die höchste Schärfe bei Blende 5,6 erreicht wird. Hier ist die Schärfe in der Bildmitte hervorragend und zu den Bildrändern hin ausgezeichnet.

Bei 50 mm wird ein ähnlich hohes Schärfeniveau erreicht. Bei maximaler Blendenöffnung ist die Schärfe in der Bildmitte hervorragend und zu den Rändern hin sehr gut. Eine Abblendung auf f/8 führt bei dieser Brennweite zu einer hervorragenden Schärfe im gesamten Bildbereich.

Bei 150 mm schließlich nimmt die Gesamtleistung ab, aber das Objektiv bietet immer noch eine ordentliche Schärfe, insbesondere für ein Objektiv dieses Typs. Bei f/5,8 erreicht die Schärfe in der Bildmitte sehr gute Werte und ist zu den Rändern hin recht gut. Die Leistung zu den Bildrändern hin verbessert sich leicht, wenn man abblendet, und erreicht sehr gute Werte in der Bildmitte und gute Werte zu den Bildrändern hin bei Blende 11.

Die chromatischen Aberrationen sind für ein Objektiv dieses Typs gut kontrolliert. Die Farbsäume überschreiten nur in einem Fall eine Pixelbreite, und zwar bei 14 mm und Blende 22. Die insgesamt geringen CA-Werte dürften bei normalen Aufnahmen kaum Probleme bereiten.

Der Beleuchtungsabfall zu den Bildecken hin ist größtenteils gut kontrolliert. Bei 14 mm sind die Ecken bei maximaler Blende 2,67 Blendenstufen dunkler als die Bildmitte und bei 150 mm sind die Ecken 1,7 Blendenstufen dunkler. Bei Abblendung auf f/11 oder darüber hinaus wird über den gesamten Zoombereich eine optisch gleichmäßige Ausleuchtung erreicht, obwohl in einigen Fällen bei allen Blendenwerten bei 14 mm eine gewisse Dunkelheit in den Ecken auftritt. Dieses Phänomen tritt in JPEGs, die mit der Kamera aufgenommen wurden, nicht auf und wird von einigen Rohbildkonvertern automatisch korrigiert, aber nicht von allen.

Wie so oft bei Superzoom-Objektiven ist die Verzeichnung an beiden Enden des Bereichs stark, allerdings nicht so stark, dass sie bei gelegentlichen Schnappschüssen Probleme bereitet, sondern nur dann, wenn absolut gerade Linien erforderlich sind. Bei 14 mm ist die tonnenförmige Verzeichnung mit 6,1 % recht hoch, während bei 150 mm die kissenförmige Verzeichnung mit 1,1 % deutlich geringer ausfällt. Das Verzeichnungsmuster ist gleichmäßig über den gesamten Bildausschnitt verteilt, so dass eine eventuelle Verzeichnung bei Bedarf relativ einfach mit einer Bildbearbeitungssoftware korrigiert werden kann.

Im Lieferumfang des Objektivs ist eine blütenblattförmige Streulichtblende enthalten, die die Frontlinse gut vor Fremdlicht schützt, das Streulicht oder Kontrastverluste verursachen kann. Bei einer Brennweite von 150 mm kommt es bei Aufnahmen in das Licht zu einem Kontrastverlust, aber ansonsten ist dieses Objektiv relativ resistent gegen Streulicht.

Preis/Leistung des Tamron 14-150mm

Dieses 14-150-mm-Objektiv kostet etwa 390 € und ist damit im Vergleich zu den direkten Alternativen von Olympus und Panasonic sehr günstig.

Das Olympus 14-150mm f/4-5.6 Objektiv ist ähnlich spezifiziert wie dieses Tamron Objektiv, abgesehen davon, dass die maximale Blendenöffnung am Teleende des Zoombereichs geringfügig schneller ist. Allerdings kostet dieses Objektiv rund £480.

Das 14-140mm f/3.5-5.6 Objektiv von Panasonic ist das nächstgelegene Objektiv, das etwa 490 € kostet. Dieses Objektiv verfügt über eine optische Stabilisierung, was vor allem für Besitzer einer Micro Four Thirds-Kamera ohne Sensor-Shift-Stabilisierung von Vorteil sein kann, aber es ist im Telebereich 10 mm kürzer.

Fazit des Tamron 14-150mm

Wenn Sie eine Olympus Micro Four Thirds-Kamera besitzen, die über eine Sensor-Shift-Bildstabilisierung verfügt, gibt es kein günstigeres Superzoom für Ihre Kamera. Zumal dieses Objektiv trotz seines 10,7-fachen Zoombereichs eine ordentliche Schärfe liefert.

Die Wahl ist jedoch weniger eindeutig, wenn Sie ein Micro Four Thirds-Kameragehäuse ohne eingebaute Stabilisierung besitzen, wie z. B. ein Panasonic-Gehäuse. Die Bildstabilisierung kann besonders bei Objektiven wie diesem nützlich sein, die eine langsame, variable maximale Blende haben. Wenn Sie über eine gute Technik verfügen und der Meinung sind, dass Sie auch ohne Stabilisator auskommen, könnte dieses Objektiv Sie dennoch in Versuchung führen. Ihr Portemonnaie wird Ihnen die 100 € Ersparnis auf jeden Fall danken.

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